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Der Wurm muss dem Fisch schmecken...

 

 

 

Gehen sie gerne angeln? Ich hab das einmal probiert. Sie kennen das, ein Gasthaus mit so einem Forellenzuchtteich daneben. Nach ungefähr 2 Stunden hab ich eine Forelle gefangen, die hat jedoch ungefähr so ausgesehen als ob sie ohnehin freiwillig aus dem Leben geschieden wäre. Nachdem diese Forelle für das Mittagessen nicht gereicht hat, zog der Wirt dann persönlich innerhalb von ein paar Minuten vier, fünf fette Forellen aus dem Teich.

Aber was kann man aus dieser Geschichte jetzt in Bezug zu audiovisuellen Medien mitnehmen? Auf den ersten Blick scheint es hier keinen Zusammenhang zu geben, aber eines habe ich an diesem Tag gelernt: Der Wurm muss also dem Fisch schmecken und nicht mir.  Ich esse keine Würmer, aber sie kennen sicher diese Filme wo Ihnen versprochen wird, dass das bestausgebildete, erfahrenste Personal von überall und Umgebung Tag und Nacht daran arbeitet Ihnen Ihre massgeschneiderte Lösung mehr oder weniger auf einem Silbertablett zu präsentieren. Ist das der Wurm auf den die Forelle unwiderstehlich zubeißt?

Ich glaube nicht. In Wahrheit wissen Sie selber ganz genau wie dieser Wurm aussehen muss, sowie der Wirt von dem Gasthaus, damit die Forelle zubeißt. Unsere Aufgabe ist es dann diesen Wurm so in Szene zu setzen, dass die Forelle nicht widerstehen kann. 

Das heißt, wenn Sie ein audiovisuelles Produkt erstellen, dann sollten Sie darauf achten, dass Sie dieses Produkt nicht für Ihre Konkurrenz (also quasi die anderen Anglern) gestalten, sondern für Ihre Kunden (in diesem Beispiel die Fische). Nur wenn das fertige audiovisuelle Produkt den potentiellen Kunden "schmeckt", dann beißen diese auch an und werden von potentiellen zu reellen Kunden!

 

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